Der Rattenfänger

 

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Der Rattenfänger von Hameln

Der Rattenfänger von Hameln gehört mit Sicherheit zu den bekanntesten deutschen Sagen überhaupt. Verfasst wurde sie von den Gebrüdern Grimm. Aber diese Sage ist nicht nur in Deutschland sehr bekannt. In Deutschland, in den USA und in Japan gehört sie häufig zum Schulunterrichtsstoff. Sie wurde bereits in über 30 Sprachen übersetzt und laut einer Schätzung kennen mehr als eine Milliarde Menschen diese Sage, von dem Rattenfänger von Hameln.

Die Sage der Rattenfänger zu Hameln

Es heißt in der Sage, dass im Jahre 1284 ein sonderbarer Mann sich in Hameln sehen ließ. Er trug einen Rock, dessen Tuch vielfarbig und bunt war. Das brachte ihm den Namen Bundting ein. Er gab sich für einen Rattenfänger aus. Da Hameln zu der Zeit von einer Rattenplage heimgesucht wurde, bot der Fremde seine Hilfe an. Er versprach, für einen festgelegten Lohn, die Stadt von ihrer Plage zu befreien. Die Bürger waren erfreut über das Angebot und wurden mit dem Rattenfänger schnell einig, indem sie ihm den verlangten Betrag zusicherten.

Nachdem der Handel besiegelt war, zog der Rattenfänger eine Pfeife aus der Tasche und begann eine eigenartige Weise zu spielen. Auf unerklärlicher Weise kamen alle Ratten und Mäuse aus den Häusern hervorgekrochen und sammelten sich zu seinen Füßen. Sobald der Rattenfänger sicher war, dass alle Ratten und Mäuse sich um ihn versammelt hatten, begann er langsam zu dem Stadttor hinauszuwandern. Wie durch ein Wunder folgte die ganze Schar dem Rattenfänger bis an das Ufer der Weser. Dort schürzte der Rattenfänger seine Gewandung und watete in das Wasser. Alle Tiere taten es im gleich und ersoffen elendig.

Nachdem die guten Bürger der Stadt Hameln sich ihrer Plage entledigt sahen, reute sie der versprochene Lohn. Sie verweigerten dem Rattenfänger die Entlohnung unter allerlei fadenscheiniger Ausflüchte und trieben es so bunt, dass der Rattenfänger sich schließlich zornig und erbittert zurückzog. Doch nicht für lange, denn am 24 Juno, am Tage Johannes des Täufers, in der siebten Stunde des Tages, erschien der Rattenfänger wieder. Aus seinem bunten Wams war ein Jagdgewand geworden. Sein Blick war finster und er trug einen roten wunderlichen Hut auf seinem Kopfe. Wortlos zog der Rattenfänger seine Pfeife aus dem Beutel und in sämtlichen Gassen erklang eine andere Melodie. In aller Eile erschienen diesmal keine Ratten und Mäuse, sondern die Knaben und Mädchen, vom vierten Lebensjahr beginnend, in gehöriger Zahl. Eine Ausnahme bildete die schon erwachsene Tochter des Bürgermeisters.

Eine Anzahl von hundertunddreißig Kindern zog hinter dem Rattenfänger her. Er führte sie vor die Stadt zu einem Berg hinaus, wo er mit der ganzen Schar auf nimmer wiedersehen verschwand. Ein Kindermädchen mit einem Kind auf dem Arm wurde Zeugin dieses Vorfalls. Sie lief schreiend zurück in die Stadt und tat Kund von dem Leid. Woraufhin alle Eltern sogleich vor die Tore liefen und unter großem Gejammer ihre Kinder suchten. Herzzerreißend klagten und jammerten die Weiber und Mütter um das Unglück der Kinder. Trotz allen Suchens blieben die Kinder verschwunden.

 

 

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